Bildung, die bewegt!

Fort- und Weiterbildung 2018 | Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

2018-919

„Die Demokratie gehört abgeschafft!” – Und dann?

Umgang mit Demokratiefeindlichkeit in Jugend(sub)kulturen

Adressaten

Erzieher*innen, Lehrer*innen und andere pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Zielsetzung

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland heißt es: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” (Art. 1/1), “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.” (Art. 3/1) und: “Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.” (Art. 20/1). Diverse Studien der jüngeren Vergangenheit verdeutlichen aber, dass diese Prinzipien in der Bevölkerung und somit auch in “der Jugend” zunehmend angezweifelt bzw. nicht berücksichtigt werden. Der Pluralismus als wesentliches Strukturelement der freiheitlich-demokratischen Grundordnung wird darüber hinaus als Bedrohung wahrgenommen und Vielfältigkeit als Behinderung von Identitäts- und Gruppenbildungsprozessen aufgefasst. Dabei ermöglicht es doch gerade die auf Freiheit, Gleichheit und Gleichberechtigung aufbauende demokratische und pluralistische Gesellschaft, dass ein größtmöglicher Spielraum gewährt wird, individuelle und gruppenspezifische Verhaltensweisen und Lebensformen zu verwirklichen. Doch auch in Jugend(sub)kulturen und ihren sozialen Netzwerken werden Menschenwürde und Gleichberechtigung durch Diskriminierungen ersetzt, politisch-demokratische Spielregeln (Parlamentarismus, Mehrheitsprinzip, Minderheitenschutz etc.) abgelehnt und die Rechtsstaatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland angezweifelt.

Ziel des Seminars soll es sein, Jugend(sub)kulturen in Bezug auf ihre undemokratische, menschenverachtende Sprache, Symbolik und Inhalte zu durchforsten, um Wege zu entwickeln, wie man Kinder und Jugendliche für Demokratie und demokratische Teilhabe, zivilgesellschaftlichen Umgang und auf Pluralität aufbauende Identität begeistern kann.

 

Thematische Schwerpunkte
  • Jugend als Abbild der Gesellschaft? Studien zu Meinungen und politischem Verständnis in der Bevölkerung
  • eine Bestandsaufnahme: Diskriminierung, Demokratieablehnung und Verfassungsfeindlichkeit in den Medien, der Sprache, der Symbolik und den Inhalten von Jugend(sub)kulturen
  • Interventionsnotwendigkeiten und Präventionsmöglichkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe: gemeinsame Ursachensuche und Entwicklung von Lösungsansätzen
Methoden
Wissensvermittlung, Kurzreferate, Austausch und Reflexion eigener Erfahrungen, Medieneinsatz (Musik, Film, Zeitungen), Gruppenarbeit
Hinweis
Die beiden Seminartage bauen aufeinander auf und sind als zusammenhängendes Seminar zu buchen.
Referenten
Haiko Carrels, Dipl.-Soziologe, Rhetoriktrainer, Mediator
Verantwortlich
Marie-Luise Klein
Ort / Kosten
Ort: PBW Potsdam / 180 Euro / MO: 170 Euro
Datum
15. - 16. November 2018, 9.00 bis 16.00 Uhr
Anmeldeschluß
18. Oktober 2018
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